
„Eine persönliche Begegnung kann uns die KI niemals abnehmen“
– Meike Schmid, Dialogmanagerin
Manchmal reicht ein einziges Modul im Studium, um den Grundstein für eine berufliche Karriere zu legen. So war es zumindest bei Meike Schmid: Ein Studieninhalt brachte sie zum ersten Mal mit der Main-Post in Kontakt. Zuvor war sie bereits für verschiedene lokale und überregionale Medien als „Karla Kolumna" mit Mikrofon, Stift und Kamera im Einsatz. In Würzburg folgte dann das Praktikum beim damaligen jungen Magazin „97", gleich im Anschluss an den Bachelor ein journalistisches Volontariat. Seit 2013 ist sie fester Bestandteil des Medienhauses. Heute gestaltet sie die Zukunft der Branche in einer höchst innovativen Rolle als Dialogmanagerin, einem komplett neuen Berufsbild innerhalb der Mediengruppe.

Viel mehr als gedruckte Zeilen
„Wir wollen mehr machen als Artikel, wir brauchen Dialogformate im echten Kontakt mit den Menschen", bringt Meike ihre Mission auf den Punkt. Als Dialogmanagerin gehört sie fest zur Redaktion. Sie ist keine klassische Eventmanagerin, bildet aber das entscheidende Bindeglied zur internen Veranstaltungsabteilung. Ihre Aufgabenbandbreite ist XXL: Sie schult Redaktionsteams, entwickelt neue interaktive Formate wie Recherche-Talks oder Kneipenquizze und tritt auch selbst ins Rampenlicht. So repräsentiert sie die Main-Post regelmäßig als Moderatorin, unter anderem beim Innovationsfestival „Rocketeer Valley" oder bei hauseigenen Live-Formaten.

Drei Säulen und die Kunst, Vertrauen zu messen
Einen vorhersehbaren Alltag gibt es nicht. Feste Ankerpunkte bilden Meetings, um die herum sich ein dynamisches Netz aus Projektarbeit spannt. Meike ist viel unterwegs, gibt Workshops in den lokalen Redaktionen und sucht den ständigen Austausch im Konzern. Konkret stützt sich ihre Arbeit auf drei Säulen: die direkte Arbeit mit den Redaktionsteams vor Ort, die Entwicklung zentraler Formate, etwa den hauseigenen True-Crime-Podcast auf eine Live-Bühne zu bringen, und die Datenarbeit.
Letztere dreht sich um eine hochkomplexe Frage: Nach welchen Kriterien lassen sich Nähe und das Vertrauen der Leserschaft überhaupt messen? Da sie besonders eng mit der Redaktion, der Abteilung „Brands & Events" sowie dem B2C-Bereich zusammenarbeitet, ist es anspruchsvoll, dieses sprichwörtliche „leere Blatt Papier" zu füllen.

Macher-Mindset statt Vergangenheitsbewältigung
Wer in diesem Umfeld arbeiten möchte, muss Menschen mögen, im Kopf frei sein und Lust aufs Ausprobieren haben. Eine Eigenschaft hilft Meike dabei besonders: „Mich stresst es nicht, Verantwortung zu tragen. Ich stehe für etwas ein, ich stehe aber auch dafür gerade."
Am meisten Spaß macht ihr die Gestaltungsfreiheit. Sie sagt, es motiviert sie, auf Menschen zu treffen, die begeistert nach vorne schauen und nicht der Vergangenheit nachzutrauern. Dass dieses Mindset ansteckt, zeigt sich oft in ihren Workshops: Kolleginnen und Kollegen sind häufig regelrecht überrascht davon, auf welch starke, eigene Ideen sie plötzlich kommen.
Meikes Herz schlägt für den Journalismus. Mit ihrer Arbeit öffnet sie ihm einen völlig neuen, erlebbaren Kanal. Und der könnte in heutigen Zeiten relevanter kaum sein: „Ich finde den Job wahnsinnig wichtig, weil eine persönliche Begegnung etwas ist, was uns die KI niemals abnehmen kann. Vertrauen aufbauen ist das, was uns als Mensch ausmacht."

Auf einen Blick – Meike Schmid
Position
Position
Dialogmanagerin
Im Unternehmen
Im Unternehmen
Seit 2013
Lieblingsaufgabe
Lieblingsaufgabe
Formate frei gestalten und Menschen begeistern
Persönlicher Antrieb
Persönlicher Antrieb
Dem Journalismus neue, interaktive Wege öffnen
Fotos: Lars Altheimer, Lukas König, Tamás Mayer-Madarasz, Daniel Peter, Meike Schmid