„Das Schöne ist, dass ich das Ergebnis meiner Arbeit direkt sehen kann“

– Jutta Glöckner, Mediengestalterin im Bereich Infografik

Eine schicke Titelseite, eine ansprechende Freizeitkarte mit allen Infos auf einen Blick oder ein Tortendiagramm zur Sitzverteilung des Würzburger Stadtrats – all das ‚bastelt' Jutta Glöckner tagtäglich für die Redaktion der Main-Post. In ihrem langen Berufsleben bei der Main-Post war der stetige Wandel die einzig wirkliche Konstante.   

Denn als Jutta Glöckner 1990 bei der Main-Post ihre Ausbildung begann, hieß ihr Beruf noch „Schriftsetzerin". „Statt mit Adobe oder Canva haben wir damals die Bilder noch mit Säure bearbeitet", muss Jutta über die Anfänge ihrer beruflichen Laufbahn schmunzeln. Inzwischen sieht sie Änderungen im Berufsalltag, zum Beispiel infolge von technischem Fortschritt, gelassen entgegen. Was jedoch bei Jutta damals wie heute auf der Arbeit niemals fehlen darf, ist Kaffee und ein Plausch mit den netten Kolleginnen und Kollegen.  

Artikel mit anschaulichen Erklärgrafiken untermalen 

Zwar blieb die Mediengestalterin der Grafiksparte immer treu, doch innerhalb der Main-Post wechselte sie bereits mehrfach die Abteilung. Aktuell gestaltet Jutta im Bereich der Infografik spannende Darstellungen für die Tageszeitung. Die Aufträge dafür bekommt sie direkt von der Redaktion, mit der sie sich eng abspricht – egal ob im Büro oder im Homeoffice. Konkret bekommt Jutta Texte und Bilder geliefert und soll dafür das Geschriebene mit passenden Erklärgrafiken bildlich anschaulich darstellen. Beispielsweise gestaltete sie für einen Artikel zum Thema „Schifffahrt auf dem Main" den Flussverlauf mit allen Schleusen. „Die Grafik muss sich von selbst erklären, damit ich bereits das Wichtigste auf einem Blick begreife, ohne überhaupt den Text gelesen zu haben."  

Technischer als viele denken – Erfüllende Ergebnisse 

Hinsichtlich der künstlerischen Gestaltung hat man jedoch nicht einfach freie Hand. „Außenstehende unterschätzen oft, wie technisch die Aufgaben einer Mediengestalterin sind." Gerade für die Tageszeitung müssen die Standardnormen wie Schriftgrößen und Zeilenumbrüche genau berücksichtigt werden. Dafür braucht es neben sehr guten Fähigkeiten am PC nicht zuletzt Ordnung und Struktur. „Für mich ist das, was ich mache, nach wie vor eher Handwerk. Und wie in einem Handwerk ist das Schöne daran, dass man das Ergebnis seiner eigenen Arbeit direkt sehen kann." Dies mache ihren Job so erfüllend.  

Mit der Main-Post durch dick und dünn 

Dass sie in ihrer langen Berufskarriere nie den Arbeitgeber gewechselt hat, ist kein Zufall. „Ich habe mich immer wohl gefühlt, egal wo ich war und mit wem ich zusammengearbeitet habe. Nach einer Weile identifizierst du dich richtig mit der Main-Post." Daneben gebe ein großes Unternehmen wie die Main-Post nicht nur eine gewisse Sicherheit, sondern auch Möglichkeiten, in verschiedene Bereiche zu wechseln und sich neu auszutesten. „Ich konnte mich immer auf die Main-Post verlassen und der Arbeitgeber auf mich" stellt Jutta klar. 

Daher würde sie sich freuen, auch noch bis zum Ruhestand beim größten Medienunternehmen Unterfrankens bleiben zu können.  

Auf einen Blick – Jutta Glöckner

Position

Position

Mediengestalterin im Bereich Infografik

Im Unternehmen

Im Unternehmen

Seit 1990

Lieblingsaufgabe

Lieblingsaufgabe

Wanderkarten und Umgehungsstrecken gestalten

Fun Fact

Fun Fact

Kam damals in eine echte Männerdomäne. Inzwischen hat sie in der Grafik fast nur noch Kolleginnen

Fotos: Lars Altheimer, Lukas König, Tamás Mayer-Madarasz