
„Das Gute ist: Es gibt keinen typischen Tag“
– Max Bruns, Kunden- und Prozessmanager Vorstufe
Wenn Max Bruns seinen Job erklären soll, fallen erst einmal Begriffe wie „Leichte Technik", „Vorstufe" oder „Prozessautomatisierung". Das klingt im ersten Moment ziemlich technisch und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen kompliziert. „Eigentlich geht es aber vor allem um Kunden- und Prozessmanagement", sagt er und lacht. Intern wird das Ganze einfach „KuPro" genannt.
Max hat seine Ausbildung zum Mediengestalter bei der Main-Post 2020 begonnen und 2023 abgeschlossen. Insgesamt arbeitet er inzwischen seit sechs Jahren im Unternehmen. Schon während der Ausbildung hat sich schnell gezeigt, dass ihn weniger das klassische Gestalten interessiert, sondern vielmehr die technischen Abläufe dahinter.
„Spätestens ab dem dritten Lehrjahr haben meine Ausbilder und ich gemerkt, dass mein Fokus eher auf der technischen Seite liegt und weniger auf dem kreativen Basteln oder Flyer gestalten", erzählt er. Dabei wurde er früh gefördert und bekam die Möglichkeit, tiefer in technische Prozesse einzutauchen. Nach der Ausbildung wurde er direkt übernommen: im Bereich Kunden- und Prozessmanagement.

Besonders spannend fand er dabei, dass er zunächst verschiedene Teams kennenlernen konnte. „Ich hatte die Möglichkeit, wirklich in jedes einzelne Team reinzuschauen. Das hat mir total geholfen, die Abläufe besser zu verstehen."
Kein typischer Arbeitstag
Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es für Max eigentlich nicht. Durch die Gleitzeit startet der Tag meistens zwischen 8 und 9 Uhr und danach kommt es darauf an, was gerade ansteht.
„Das Gute ist: Es gibt keinen typischen Tag", sagt er. Viele Aufgaben sind projektorientiert, gleichzeitig kommen spontane Anfragen oft kurzfristig rein. „Anrufe von Kollegen können einen oft aus der Projektarbeit rausreißen, da muss man schnell umdenken, um den Kolleginnen und Kollegen dann direkt zu helfen."
Ein großer Teil seiner Arbeit besteht darin, dafür zu sorgen, dass Prozesse und Systeme innerhalb der Abteilung möglichst reibungslos funktionieren. Dabei geht es weniger um klassische IT-Arbeit, sondern vielmehr um die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer. Funktionieren Programme? Läuft alles stabil? Gibt es neue Features, die sinnvoll eingebunden werden können?

Daneben beschäftigt sich Max viel mit Prozessoptimierung. Ziel ist es, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und unnötige Schritte zu vermeiden. „Es geht oft darum, nervige Aufgaben zu sparen, die Mitarbeitende jeden Tag wiederholen müssen."
Das können kleine Verbesserungen sein, etwa automatisch versendete E-Mails statt manueller Nachrichten aber auch große Projekte. Zum Beispiel die Einführung neuer Systeme oder die Vereinheitlichung bestehender Programme.
Dabei arbeitet Max eng mit vielen unterschiedlichen Bereichen zusammen: mit der IT, der Redaktion, oder auch mit der Druckerei. Oft ist viel Abstimmung notwendig. „Am Ende muss alles so funktionieren, dass die Seiten korrekt an der Druckmaschine landen und genau so aussehen, wie sie freigegeben wurden."
Lösungen finden, auch mal um die Ecke gedacht
Was den Job anspruchsvoll macht? Für Max ist die Antwort klar: „Man muss auf jeden Fall sehr lösungsorientiert sein." Viele Probleme lassen sich nicht direkt lösen, sondern brauchen logisches Denken und manchmal auch ungewöhnliche Ansätze. „Man muss schon ein paar Mal um die Ecke denken."
Deshalb sind technisches Verständnis und Interesse an digitalen Prozessen wichtige Voraussetzungen. Gleichzeitig spielt aber auch die Zusammenarbeit mit anderen eine große Rolle. Und genau das ist für Max auch der schönste Teil seines Jobs. „Das Kollegiale ist das Beste daran: die Menschen bei der Main-Post."
Auf einen Blick – Max Bruns
Lieblingsaufgabe
Lieblingsaufgabe
Arbeiten mit Microsoft Anwendungen und KI-Tools
Fun Fact
Fun Fact
„Excel mögen ziemlich viele nicht, ich arbeite tatsächlich echt gerne damit.“
Früherer Berufswunsch
Früherer Berufswunsch
Vom Veranstaltungstechniker über Polizist bis ITler: Max hat in der Schulzeit viele Praktika gemacht und verschiedenste Berufe kennengelernt
Ausbildung
Ausbildung
Mediengestalter bei der Main-Post
Fotos: Ann-Sophie Klement, Lucy Stein